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Beitrag in WIR in der Praxis (Springer Medizin) Ausgabe 06 11 /2019

Emotionen wecken und Sinne aktivieren

Professionelle Empfehlung häuslicher Mundhygieneartikel

von Sabrina Dogan, Dentalhygienikerin, Mauer

Die Empfehlung häuslicher Mundhygieneartikel ist ein fester Bestandteil im Berufsalltag. Die Industrie bietet eine große Auswahl an Mundhygieneprodukten an. Bei der Patientenberatung kommt es aber nicht nur auf das „was“, sondern auch auf das „wie“ an.

Applikationshilfen_lege artis
Um unsere Patienten individuell, professionell und bedarfsgerecht zu versorgen, benötigen wir fachliches Know-how. Außerdem sollte die Fachsprache in einer patientenfreundlichen Wortwahl vermittelt werden. Eine positive Stimmung, Empathie sowie ein professioneller Umgang haben dabei einen hohen Stellenwert.

Gerade in der dentalen Prophylaxe neigen wir dazu, Fachbegriffe zu benutzen, da diese für uns selbstverständlich sind. Mit der Bezeichnung „Gingivitis“ sind unsere Patienten allerdings oft überfordert. Daher hilft es, Gingivitis mit „entzündetes Zahnfleisch“ zu umschreiben. Auch die Entstehung einer Karies kann in einfachen Worten erläutert werden:“ Sehen Sie Herr/Frau… auf Ihren Zähnen haften Zahnbeläge, die Millionen von Bakterien enthalten und die nach einiger Zeit Ihre Zähne angreifen. Mineralien werden aus der Zahnoberfläche herausgelöst, wodurch ein Loch entstehen kann“. Derartige verständliche Beratungsgespräche sind die Basis für den gemeinsamen Erfolg und stärken die Patientenbindung. Entscheidend ist es also, die „Take-Home-Message“ patientengerecht zu formulieren. Folgende Punkte sollten dabei klar kommuniziert werden:

  • Um welches Präparat handelt es sich? (Zahnpasta, Mundspüllösung, Gel, Spray …)
  • Welchen positiven Nutzen hat die Anwendung? (Gesundes Zahnfleisch, verbessertes Mundgefühl, Reduktion von Zahnbelag etc.)
  • Wie soll das Präparat angewendet werden? (Anwendungsgebiet/Region in der Mundhöhle, Art der Applikation, Dosis, Dauer und Häufigkeit der Anwendung)
  • Was sollte mein Patient bezüglich des gewählten Präparates wissen? (Wirkung, Inhaltsstoffe, Kontraindikationen, Bezugsquelle usw.)

Während der Prophylaxebehandlung kann der nötige verbale Input in kleinen Portionen (3-5 Minuten) erfolgen. In den kurzen Pausen zwischen den einzelnen Arbeitsschritten lässt sich dies leicht umsetzen. Nachhaltiges Informieren und Motivieren kann nur gelingen, wenn Gewohnheiten geändert werden. Hierfür müssen unsere Patienten die Zahnarztpraxis sowie uns als Fachpersonal regelmäßig und positiv gestimmt aufsuchen. Auch im Praxis-Team sollte ein Kommunikations-Leitfaden vorhanden sein, z.B. anhand von Checklisten zur Kommunikation aus dem praxisinternen QM-System.

Mehr Erfolg durch Aktivierung der Sinne

Beschreiben Sie das gewählte Präparat, das dazugehörige Einsatzgebiet, dessen Anwendung und formulieren Sie einen greifbaren Nutzen. Hier ein Beispiel: „Das zusätzliche Hilfsmittel fördert gezielt die Gesundheit Ihrer Mundhöhle und minimiert die vorhandene Entzündung.“ Lassen Sie den Patienten an der intraoralen Maßnahme teilhaben, indem Sie beispielsweise einen Handspiegel mit Zwei-/Dreifachvergrößerung oder eine intraorale Kamera zu Hilfe nehmen. Sprechen Sie die häusliche Anwendungsform und Applikationsart aus, demonstrieren Sie diese angedachte häusliche Anwendung intraoral: Bei Gel-Produkten kann das lokale Auftragen mittels Q-Tip, Einbündelbürste, aber auch interdental mittels Interdentalraumbürste in der Praxis geübt werden, damit sie aus hygienischen Gründen nicht direkt mit dem Finger aufgetragen werden.

Bei der Empfehlung von Mundspüllösungen ist es für den Anwender wichtig, zu wissen, wie häufig, mit welcher Menge (Einmaldosis) und wie lange (Zeitangabe) umspült werden sollte. Ebenso ist zu formulieren, ob es sich um eine gebrauchsfertige Lösung handelt (unverdünnt), oder ob die Spüllösung in einem speziellen Mischverhältnis (durch Wasser verdünnt) anzuwenden ist. Nach dem Umspülen und Ausspucken der Lösung können Sie spezielle Verhaltenshinweisen formulieren, beispielsweise nicht mit Wasser nachspülen oder 30 Minuten nicht essen und trinken, um die positive Wirkung zu unterstützen.

Zum Auftragen von Gelprodukten sollten Applikationshilfen empfohlen werden. Weitere Informationen erhalten Sie direkt von den Herstellern wie lege artis Pharma GmbH+Co. KG, www.legeartis.de

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